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Werkzeugkonzept für große Bohrungen von Hermann Bilz

In der voestalpine Giesserei Linz GmbH stand man vor der Aufgabe, in einem 26 Tonnen schweren Gehäuseteil aus vergütetem Stahl insgesamt vier Bohrlöcher mit einem Durchmesser von 220 mm und einer Tiefe von 1.500 mm zu erzeugen. Erst durch ein spezielles Werkzeugkonzept der Firma Hermann Bilz, in Österreich durch die Firma Scheinecker Wels vertreten, konnte diese komplexe Problemstellung wirtschaftlich gelöst werden.

Der Sonderbohrer von Hermann Bilz verfügt über einen HSS-Zentrierbohrer mit Innenkühlung, sechs innere HSS-Wendeplatten und sechs äußere Hartmetallplatten -- da sich die Schnittgeschwindigkeit, je nach Lage der Wendeplatten, von innen nach außen erhöht. Für bestmögliche Performance wurde das Werkzeug auch nicht als Modulwerkzeug ausgelegt, sondern als Komplettwerkzeug und verfügt neben dem Bohrkopf noch über eine Aufnahme SK60 mit Kühlmitteladaptierung und einen stabilen Grundhalter mit einem Durchmesser von 125 mm.

Zuerst werden die vier Bohrungen von der einen Seite 750 mm bis zur Mitte erstellt. Folgend wird das Werkstück um 180° gedreht und mit der gleichen Bestückung die Bohrungen von der anderen Seite her erstellt, aber nur so weit, bis der Zentrierbohrer gerade noch nicht durchbricht. Dann wird auf eine Voll-HSS-Bestückung umgerüstet und die Schnittgeschwindigkeit auf ein Drittel reduziert. Durch die wesentlich schnittigeren HSS-Platten, die auch mehr Vorschub pro Umdrehung vertragen, kann sich der Bohrer so richtig ins Material „verbeißen". Je näher man zum Durchbruch kommt, desto mehr erhöhen wir wieder den Vorschub. Damit stabilisiert sich der Bohrer und der Durchbruch ist quasi ein Kinderspiel.


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Bohrwerkzeuge, Aufbohrwerkzeuge, Großteilebearbeitung

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