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Tool Management als Cockpit für die vernetzte Zerspanung

: Walter


Konzentration auf Kernkompetenzen und wertschöpfende Prozesse – das zeichnet erfolgreiche Unternehmen heute aus. Sie lagern wenn möglich nicht wertschöpfende Prozesse konsequent an kompetente Partner aus. Diese Bestrebungen unterstützt Walter mit seinen vielfältigen Tool Management Angeboten. Zum Dreh- und Angelpunkt wird hierbei die neu entwickelte Software-Lösung Tool Management Cockpit. Auf Wunsch übernimmt Walter die volle Verantwortung für eine vollständige Werkzeugverfügbarkeit.

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Mit seiner Servicemarke Walter Multiply fokussiert sich der Tübinger Hersteller von Präzisionswerkzeugen auf die Kundenprozesse rund um die Fertigung. Der Blick geht dabei über die konventionelle Werkzeugoptimierung hinaus und betrachtet stets den Gesamtprozess. Das Bindeglied ist der Industrie 4.0-Softwarebereich, in dem die eingesetzten Systeme voneinander lernen.

Mit seiner Servicemarke Walter Multiply fokussiert sich der Tübinger Hersteller...

Tool Management Systeme bilden eine zentrale Säule des Serviceangebots von Walter Multiply. Wie wichtig dieses Thema für viele Unternehmen heute ist, unterstreicht das starke Wachstum dieses Bereichs bei Walter in den letzten zwei Jahren. „Den Unternehmen geht es vor allem um Datentransparenz und Prozesseffizienz. Sie wollen wissen, wo genau die Kosten entstehen, um diese nachhaltig zu reduzieren", so Marcus Schur, Manager Tool Management Services bei Walter. Nachdem verschiedene am Markt verfügbare Tool Management Systeme jeweils spezifische Stärken und Schwächen gezeigt hatten, entschloss man sich bei Walter, in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner eine eigene Software-Lösung zu entwickeln.

„Nach einer erfolgreichen, praxisorientierten Testphase wird das Tool Management Cockpit Standard bei allen Tool Management Projekten von Walter – ohne Mehrkosten für den Kunden, aber mit erheblichem Mehrwert“, verdeutlicht der Tool Management-Experte. „Ziel ist es, gemeinsam mit den Kunden volle Transparenz im Tool Management zu erzielen. Walter ist dabei zentraler Ansprechpartner für die gesamte Prozesskette, von der Disposition der kompletten Werkzeuge bis zum Recycling. Der entstehende Kreislauf stellt die höchstmögliche Produktivität sicher.“ Anders als bisher meist üblich, zeigt das Tool Management Cockpit nicht nur die reinen Einkaufskosten, sondern die eignentlich wichtigeren Produktionskosten, also die Kosten pro produziertem Bauteil (CPP). So lassen sich Optimierungspotenziale in kürzester Zeit identifizieren. Aufgezeigt wird außerdem, ob es wirtschaftlicher ist, einen Bearbeitungsprozess zu optimieren oder komplett neu auszulegen.

Am Kundenprozess orientiert

Produzierende Unternehmen verfügen in der Regel über
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Das Tool Management bildet eine zentrale Säule des Serviceangebots Walter Multiply. Wie wichtig dieses Thema für viele Unternehmen heute ist, zeigt das starke Wachstum dieses Bereichs in den letzten zwei Jahren. Den Unternehmen geht es vor allem um Datentransparenz.

Das Tool Management bildet eine zentrale Säule des Serviceangebots Walter Multiply....

ein unternehmensweites ERP-System, an dem die Prozesse ausgerichtet werden müssen. Der Fokus liegt dabei auf der Produktion, dort verdienen sie ihr Geld. Und genau dort setzt Walter mit dem Tool Management Cockpit an. Es passt sich an die Prozesse der Kunden an, nicht umgekehrt. Hauptaufgabe der Software ist die physische Lagerverwaltung und die Supply Chain. Die Nutzer werden von allen Anforderungen rund um die Produktion wie die Versorgung mit Werkzeugen oder das Optimieren von Produktionsprozessen entlastet. „Walter übernimmt die Gesamtverantwortung dafür, das passende Werkzeug in der benötigten Menge am richtigen Ort bereitzustellen. Und das auf Bauteil-Ebene“, betont Schur.

Deshalb liegt ein Schwerpunkt auf der logistischen Verwaltung der Werkzeuge. Diese beginnt mit der einfachen Eingabe der Stammdaten und erstreckt sich bis zu den Mindestbeständen, basierend auf der Verbrauchsprognose oder dem historischen Verbrauch. Erhält zum Beispiel ein Unternehmen den Auftrag, im kommenden Monat 20.000 Motorblöcke zu fertigen, dann lässt sich diese Anforderung im Cockpit eingeben und die Software berechnet im Hintergrund, welche und wie viele Werkzeug man dafür braucht. Man kann aber auch die Historie betrachten und zum Beispiel auf Basis des Verbrauchs der letzten sechs Monate prognostizieren, welche Werkzeuge in welchen Mengen in Zukunft gebraucht werden. Dieser Vorgang lässt sich unter weiteren Gesichtspunkten wie Lagerbestand, Kapitalbindung oder Bestandssicherheit zusätzlich optimieren und steuern. Highlight dieser Versorgungsplanung ist die Integration vollkommen neuer Elemente, die mithilfe der digitalen Lösungen von Walter direkt aus der Maschine ausgewertet werden. So werden Live-Daten aus der Fertigung konsequent genutzt, um Lagerbestände, Beschaffungsprozesse und technische Optimierungen zu steuern.

Das Walter Tool Management Cockpit dient als Schaltzentrale
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Walter ist mit seinem Tool Management zentraler Ansprechpartner für die gesamte Prozesskette, von der Disposition der kompletten Werkzeuge bis zum Recycling. Der entstehende Kreislauf stellt die höchstmögliche Produktivität sicher. Anders als bisher meist üblich, zeigt das Tool Management Cockpit nicht die reinen Einkaufskosten, sondern die entscheidenden Produktionskosten, also die Kosten pro produziertem Bauteil (CPP).

Walter ist mit seinem Tool Management zentraler Ansprechpartner für die gesamte...

und kommuniziert mit allen relevanten Systemen, die entsprechende Daten liefern. Die dafür notwendigen Daten stammen aus beliebigen anderen Systemen, entsprechende Schnittstellen sind vorhanden. So lassen sich beispielsweise Vending-Systeme für die Werkzeugausgabe einbinden. Solche Systeme „tracken“ Werkzeuge, halten also fest, wer sie wann und für welche Tätigkeit entnommen hat. Diese Daten allein sind jedoch wenig aussagekräftig, da sich nicht zuordnen lässt, welche Teile genau mit dem jeweiligen Werkzeug gefertigt wurden. Mithilfe einer Tool·ID lassen sich die Werkzeuge dann zum Beispiel bestimmten Bearbeitungsgängen zuordnen. Die Analyse der Daten und ihre Weiterverarbeitung übernimmt dabei die Cockpit-Software.

Einfache Bedienung

Die Benutzeroberfläche ist intuitiv und einfach gestaltet, sie orientiert sich an weithin bekannten Office-Programmen wie Excel oder Power-Point und lässt sich leicht den eigenen Bedürfnissen anpassen. Die Datensätze können unkompliziert eingegeben und verändert werden. Das Tool Management Cockpit liefert dann Statistiken über den Lagerbestand, den Verbrauch und die aktuellen Bauteilkosten. Es zeigt empfohlene Meldebestände an und gibt Auskunft über den Durchschnittsverbrauch pro Tag. Daraus lassen sich der richtige Zeitpunkt der nächsten Bestellung sowie die Größe des optimalen Puffers im Lager ableiten. Eine Übersicht zeigt die noch offenen und bereits gelieferten Bestellungen zu jedem Artikel. Auf Klick zeigt das Cockpit außerdem, welches Werkzeug gerade welches Bauteil produziert. Eine weitere Darstellung gibt die angefallenen Kosten in einem ausgewählten Zeitraum an.



„Besonders
interessant, da ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit, ist die Darstellung der kompletten CPP-Kalkulationen (Cost Per Part) in der Übersicht, die außerdem Auskunft über Revisionsstände und Kostenreduzierungen gibt. Das Cockpit ermöglicht außerdem ein CPP-Reporting in Echtzeit, inklusive der Kostenanteile der jeweiligen Werkzeuge mit Soll-Ist-Vergleich der Werkzeugkosten. Eine Bestellübersicht informiert über den Stand der Bestellungen für jeden einzelnen Lieferanten bis auf Positionsebene“, veranschaulicht Schur und ergänzt: „Ein weiteres Highlight des Cockpits ist die Planung und Steuerung von Optimierungen: Hier werden mögliche Alternativen und deren jeweilige Einsparungen gezeigt.“

Voraussetzung ist eine eindeutige Identifizierbarkeit des Werkzeugs. Wie diese geschieht, spielt dabei keine Rolle – die Erfassung kann per Hand, Tool·ID, RFID oder ähnlichen Identifizierungstechniken erfolgen. Auf dieser Basis lassen sich Vorgänge im Werk exakt nachvollziehen, darstellen und abbilden. Prozesse, die nicht optimal funktionieren, werden so schnell erkannt und Gegenmaßnahmen werden eingeleitet. Walter macht die entsprechenden Vorschläge, stellt verschiedene Lösungen gegenüber und kümmert sich nach Absprache mit dem Kunden direkt um die Umsetzung – alles aus einer Hand.

Bestellung in Stunden statt Tagen

„Noch immer ist es die Regel, dass unterschiedliche Abteilungen wie Planung, Einkauf, Intralogistik oder Wiederaufbereitung in die Werkzeugverwaltung involviert sind. Wird das gesamte Tool Management hingegen an einer Stelle konzentriert, lassen sich Synergien leichter erkennen und ausschöpfen. So erweist sich der administrative Prozess der Werkzeugbeschaffung häufig als ein größer Kostentreiber, was den Beteiligten in der Regel nicht einmal bewusst ist. Bis zu einer Woche und mehr können zwischen der Anforderung und dem Versenden der Bestellung eines Werkzeugs vergehen, während die Werkzeuglieferung innerhalb von 24 Stunden kein Problem darstellt“, erklärt Marcus Schur und ergänzt: „Mithilfe des Tool Management Cockpits lässt sich dieser Bestellprozess drastisch beschleunigen, im Extremfall
von einer Woche auf wenige Minuten.“

Der menschliche Eingriff bei der Werkzeugbestellung ist auf zwei Stationen beschränkt: das Werkzeug beim Versender in den Karton zu packen und es beim Empfänger einzulagern. Trotz aller Digitalisierung ist jederzeit sichergestellt, dass der Kunde Herr des Geschehens bleibt. Er bestimmt weiterhin, welche Werkzeuge gekauft und eingesetzt werden, bekommt jedoch Hinweise, wenn andere Werkzeuge produktiver oder hilfreicher sind – unabhängig von Marke und Hersteller. Auf Wunsch werden solche Alternativwerkzeuge im Rahmen des Walter Tool Managements auch vor ihrem Einsatz daraufhin getestet, ob sie die prognostizierte Einsparung tatsächlich erbringen.

Cockpit für die digital vernetzte Zerspanung

„Das Tool Management Cockpit ist vernetztes Denken innerhalb Industrie 4.0. Es tauscht grundlegende Daten mit der Plattform appCom. Auf der Plattform appCom stellen sich Walter, Maschinenhersteller und Industrieunternehmen Apps und spezielle Softwarelösungen im Fertigungsumfeld auf ihre individuellen Anforderungen hin zusammen. Damit lassen sich zum Beispiel die Verbräuche noch genauer klassifizieren und spezifizieren. Es ist also genau die Lösung für Probleme, die praktisch jeder Produktionsleiter der Welt kennt, der noch nicht im vernetzten Zeitalter von Industrie 4.0 angekommen ist“, so Marcus Schur abschließend.

Mit seiner Servicemarke Walter Multiply fokussiert sich der Tübinger Hersteller von Präzisionswerkzeugen auf die Kundenprozesse rund um die Fertigung. Der Blick geht dabei über die konventionelle Werkzeugoptimierung hinaus und betrachtet stets den Gesamtprozess. Das Bindeglied ist der Industrie 4.0-Softwarebereich, in dem die eingesetzten Systeme voneinander lernen.
Das Tool Management bildet eine zentrale Säule des Serviceangebots Walter Multiply. Wie wichtig dieses Thema für viele Unternehmen heute ist, zeigt das starke Wachstum dieses Bereichs in den letzten zwei Jahren. Den Unternehmen geht es vor allem um Datentransparenz.
Walter ist mit seinem Tool Management zentraler Ansprechpartner für die gesamte Prozesskette, von der Disposition der kompletten Werkzeuge bis zum Recycling. Der entstehende Kreislauf stellt die höchstmögliche Produktivität sicher. Anders als bisher meist üblich, zeigt das Tool Management Cockpit nicht die reinen Einkaufskosten, sondern die entscheidenden Produktionskosten, also die Kosten pro produziertem Bauteil (CPP).



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Bericht in folgenden Kategorien:
Zerspanungswerkzeuge, Software, Werkzeugmanagement

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