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Senkerodieren in großen Dimensionen

: Ops-Ingersoll


Die möglichen Dimensionen und das Konzept mit der Gantry-Portalbauweise waren zunächst die entscheidenden Faktoren, die bei Utz in Bremgarten (CH) zur Investition in die Senkerodiermaschine Gantry Eagle 1200 von OPS-Ingersoll, in Österreich vertreten durch SHR, führten. Mittlerweile sind es aber auch die enorm hohen Verfahrgeschwindigkeiten, der niedrige Elektrodenverschleiß und die Präzision, die in Bremgarten für Begeisterung sorgen.

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Überzeugt hat bei der Gantry Eagle 1200 vor allem das Maschinenkonzept, denn die erforderliche Präzision sah man nur mit einem Portal realisierbar.

Überzeugt hat bei der Gantry Eagle 1200 vor allem das Maschinenkonzept, denn...

Mit dem Senkerodieren bzw. einer entsprechenden Maschine hatte man sich schon vor Jahren auseinandergesetzt. Investiert wurde aber zunächst überwiegend in Bearbeitungszentren zum Fräsen, denn bei der Georg Utz AG war der Werkzeugbau lange Zeit Mittel zum Zweck. Probleme bei der externen Vergabe von Aufträgen sowie ein Umdenken hinsichtlich kompletter Prozesse haben dann aber dazu geführt, sich wieder intensiv mit dem Senkerodieren zu beschäftigen.

Markus Spengler, verantwortlich für die Werkzeugbeschaffung, sieht diese Notwendigkeit vor allem bei größeren Bauteilen: „Das Angebot bei der Dienstleistung Drahterodieren ist in der Schweiz wesentlich höher als beim Senkerodieren. Das gilt zumindest für die größeren Dimensionen. So kann es bei einer Auftragsabgabe durchaus sein, dass man auf einer Warteliste landet. Andererseits wissen wir, dass einige unserer Mitbewerber über entsprechende Draht- und Senkerodieranlagen verfügen. Deshalb mussten wir reagieren und haben nach einem Partner für das Senkerodieren gesucht.“ So wurden mit zwei Herstellern intensive Tests durchgeführt. Entschieden hat man sich danach aus unterschiedlichen Gründen für die Gantry Eagle 1200 von OPS-Ingersoll.

Demnach waren es zunächst die erforderlichen Dimensionen. Während die Maschinen bei der Größe des Dielektrikum-Bades nahezu identisch waren, konnte die Gantry Eagle 1200 mit den größeren Verfahrwegen punkten. Obwohl diese Dimension grundlegend entscheidend war, überzeugte aber vor allem das Maschinenkonzept, denn die erforderliche Präzision sah man nur mit einem Portal realisierbar. Eine Tatsache, die sich heute, zwei Monate nach der Inbetriebnahme, in Bremgarten nahezu täglich bestätigt, denn im Logistik- und Transportwesen muss man extrem flexibel auf spezifische Kundenprojekte reagieren können. Das gilt sowohl hinsichtlich der Materialien als auch für große Elektroden.
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Die Maschine eines Mitbewerbers war bei der Größe des Dielektrikum-Bades identisch, die Gantry Eagle 1200 konnte allerdingsmit größeren Verfahrwegen punkten.

Die Maschine eines Mitbewerbers war bei der Größe des Dielektrikum-Bades identisch,...

Deshalb erodiert man in Bremgarten auch mit ausgesprochen komplexen Elektroden und kann so die Pinole mit deutlich mehr Gewicht belasten. Konkret heißt das: es sind meist Elektroden mit vielen Rippen, bei denen alle Radien angebunden sind, um das nachträgliche Polieren von Hand so weit wie möglich zu reduzieren.

Enorm schnell bei geringem Elektrodenverschleiß

Wie der Einsatz der Senkerodiermaschine in Bremgarten zeigt, sind es häufig die Erfahrungen nach einer Investition, die Verantwortliche in ihrer Entscheidung bestätigen. So sieht das auch Markus Spengler: „Es sind ja die Mitarbeiter, die an der Maschine arbeiten. Deshalb war es uns wichtig, dass auch sie hinter der Entscheidung stehen. Und das tun sie, denn wir waren in Burbach, haben uns von der Leistung des Generators in Kupfer und Grafit überzeugt und uns zeigen lassen, wie man einfach und schnell zu guten Ergebnissen kommt. Was mir aber bei OPS-Ingersoll besonders gefallen hat, war die Durchgängigkeit vom Fräsen über das Erodieren bis hin zur Automation. In dieser Form habe ich das bisher noch bei keinem Anbieter gesehen. Heute lässt sich festhalten: die Maschine ist durch den Generator extrem schnell und ein Super-Nebeneffekt ist der absolut geringe Elektrodenverschleiß.“

Dieser Mehrwert macht die Bearbeitung eines besonderen Werkstücks deutlich. Vor kurzem wurde eine Platte über zwei Wochen mit insgesamt fünfzig Elektroden erodiert. Diese Bearbeitung erfolgte problemlos und ohne Fehler, obwohl sich die Maschinenbediener noch in der Übungsphase befanden. Nun nutzt man bei der Gantry Eagle 1200 derzeit zwar noch hauptsächlich die Geschwindigkeit, das Ziel
ist aber auch in Sachen Qualität einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Im Detail geht es dabei darum, die Werkstücke vom Fräsen und Erodieren direkt der Tribo-Finish-Anlage zuzuführen.

Für Michel Minikus, Geschäftsführer der Mikutec GmbH (Vertriebspartner von OPS-Ingersoll in der Schweiz) scheint das schon in naher Zukunft realisierbar: „Im Logistik- und Transportwesen sind matte Oberflächen Grundvoraussetzung. Das gilt natürlich auch hier. Ich sehe da allerdings kein Problem, denn die Gantry-Portalbauweise sichert höchste Präzision selbst bei hohen Kopfbeladungen. Andererseits lässt sich mit der Powertec-Technologie ohnehin auf höchstem Niveau erodieren. Außerdem wurde von der Georg Utz AG zusätzlich die Option des Feinschlichtmodus gezogen.“

Die Georg Utz AG vergibt aufgrund der Vielzahl an Werkzeugen nach wie vor noch Aufträge an externe Formenbaubetriebe – und hier hat man sich natürlich auch vor der Investition informiert. Aufgefallen ist dabei, dass zahlreiche Senkerodiermaschinen mit Portal bzw. von OPS-Ingersoll in der Schweiz in Betrieb sind und in der Rangliste ganz oben stehen. Das hat wohl auch damit zu tun, dass Markus Spengler sowohl bei den Tests wie bei Gesprächen immer das Gefühl hatte, jeder Mitarbeiter von OPS-Ingersoll identifiziert sich mit dem Unternehmen und den Produkten.



Überzeugt hat bei der Gantry Eagle 1200 vor allem das Maschinenkonzept, denn die erforderliche Präzision sah man nur mit einem Portal realisierbar.
Die Maschine eines Mitbewerbers war bei der Größe des Dielektrikum-Bades identisch, die Gantry Eagle 1200 konnte allerdingsmit größeren Verfahrwegen punkten.
Diese Platte wurde über zwei Wochen mit insgesamt fünfzig Elektroden erodiert. Die Bearbeitung erfolgte problemlos und ohne Fehler, obwohl sich die Maschinenbediener noch in der Übungsphase befanden.
Besonders gefallen hat den Verantwortlichen die Durchgängigkeit bei OPS-Ingersoll: vom Fräsen über das Erodieren bis hin zur Automation. In dieser Form hatte man das bisher noch bei keinem Anbieter gesehen.
Der Werkzeugbau war bei der Georg Utz AG lange Zeit Mittel zum Zweck. Komplette Prozesse für komplexe Werkzeuge haben zu einem Umdenken geführt.
Für Markus Spengler (li.) und Michel Minikus (re.) war klar: die Gantry-Portalbauweise sichert höchste Präzision, selbst bei hohen Kopfbeladungen. Der niedrige Elektrodenverschleiß ist zudem ein erfreulicher Nebeneffekt.


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