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Optimistisch in die Zukunft

: Haimer


Im Jahr 2019 liefen die Geschäfte der Haimer GmbH sehr unterschiedlich. Konnten zu Beginn die Umsatzzahlen des Vorjahres noch getoppt werden, erfolgte im zweiten Halbjahr eine deutliche Eintrübung. Insgesamt schloss die Haimer GmbH in 2019 auf ähnlich hohem Niveau ab wie im Rekordjahr 2018. Für 2020 erwartet die Geschäftsführung eine Beruhigung des wirtschaftlichen Umfelds und ein in etwa gleichbleibendes Ergebnis.

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Mit dem neuen HAIMER-Werk in Motzenhofen ist HAIMER für die Zukunft gut gerüstet. Bilder: HAIMER

Mit dem neuen HAIMER-Werk in Motzenhofen ist HAIMER für die Zukunft gut gerüstet....

Die Verunsicherung bei produzierenden Unternehmen ist groß – weltweit. Dazu tragen die Umwälzungen in der Automobilindustrie ebenso wie der Handelsstreit zwischen den USA und China bei. Das bestätigt Haimer-Geschäftsführer Andreas Haimer: „Seit Mitte letzten Jahres spüren wir die Investitionszurückhaltung bei vielen Automobilzulieferern. Auch der Produktionsstopp für die Boeing 737 Max lässt für unsere Industrie Konsequenzen erwarten. Zudem ist das gesamte Asien-Geschäft, vor allem mit China, sehr schwierig geworden. Das erste Quartal 2020 kann durch den Corona Virus ebenfalls abgeschrieben werden.“ Trotz dieser Herausforderungen bleibt Andreas Haimer optimistisch: „Die Situation in diesen Märkten dürfte sich voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020 wieder beruhigen. Wenn sich dann der Investitionsstau löst, streben wir ein ähnliches Ergebnis wie in den letzten beiden Jahren an.“

Die erforderlichen Produktionskapazitäten stehen bei Haimer bereit. Ende 2018 nahm das Familienunternehmen bei Augsburg im nur etwa fünf Kilometer entfernten Motzenhofen ein neues Produktionswerk in Betrieb. „Damit können wir täglich bis zu 4.000 Werkzeughalter produzieren – im hochqualitativen Sektor und 100% made in Germany“, sagt der Geschäftsführer. Der Umsatz mit Hartmetall-Werkzeugen fürs Hochleitungsfräsen ist bei Haimer sogar gewachsen, insbesondere beim Wechselkopfsystem Duo-Lock. Der Geschäftsführer macht dafür neben den patentierten technischen Vorteilen unter anderem die Erweiterung des Angebots mit zusätzlichen Geometrien und Verlängerungen verantwortlich.

Für die Zukunft sieht Andreas Haimer sein Unternehmen gut gerüstet: „Die Digitalisierung der Produktionsprozesse stellt schon jetzt
für jedes Unternehmen einen Erfolgsfaktor dar. Darauf sind wir bestens eingestellt, indem wir produktseitig eine komplette Datendurchgängigkeit bieten können – vom Werkzeug, der Werkzeugaufnahme inklusive dem Spannvorgang, dem Wuchten bis hin zur Werkzeugvoreinstellung und dem Einsatz auf der Maschine.“ Ergänzend hat Haimer eine eigene Tool Management Software entwickelt, den Haimer DAC (Data Analyzer und Controller), der den Austausch von Soll- und Ist-Werten sowie anderer Werkzeugdaten zwischen den einzelnen Stationen im Werkzeugraum und dem Unternehmensnetzwerk herstellt und managt.

Um für die fernere Zukunft gut vorbereitet zu sein, betreibt Haimer nicht nur eine intensive hausinterne Entwicklung, sondern beteiligt sich auch an zahlreichen Projekten mit Hochschulen und akademischen Bildungseinrichtungen, in denen Grundlagenforschung zu Themen wie Schwingungsdämpfung, additive Fertigung und kryogene Zerspanung betrieben wird. Auch wird grundsätzlich an der Optimierung des Zerspanungsprozesses und an smartem digitalen Tooling geforscht.


Mit dem neuen HAIMER-Werk in Motzenhofen ist HAIMER für die Zukunft gut gerüstet. Bilder: HAIMER
Die HAIMER Werkzeugaufnahmen sorgen für eine stabile Zerspanung – und erfreuen durch stabile Umsatzzahlen.
Andreas Haimer setzt in seiner Produktpalette auf durchgängigen Datenfluss, um digitale Produktionsprozesse optimal unterstützen zu können.


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Branche Aktuell, Wirtschaftliches

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