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Erfolgreich in härterem Umfeld

: Starrag Group


- Auftragseingang plus 11 %, Arbeitsvorrat für neun Monate - Höherer Betriebsgewinn (+26 %) bei leichter Umsatzsteigerung - EBIT-Marge auf 6.4 % verbessert - Erste Synergien aus der abgeschlossenen Integration von Dörries Scharmann sichtbar - Vorstoss in neue Zielmärkte mit der Akquisition Bumotec - Zweites Halbjahr voraussichtlich im Rahmen der ersten sechs Monate

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Solider Auftragseingang in anspruchsvollem Umfeld

Die Starrag Group blickt trotz eines unstetigen Marktumfelds auf ein erfolgreiches erstes Semester 2012 zurück. Der Auftragseingang lag mit 193 Mio. CHF um 11 % über der Vorjahresperiode; organisch und in Lokalwährungen betrug das Wachstum 8 %. Die allgemeine Unsicherheit auf den Kapitalmärkten Europas und die nachlassende Dynamik des chinesischen Marktes trugen zu Verschiebungen von verschiedenen grösseren Verkaufsprojekten bei. Die rein organische Zunahme des Bestellungseingangs um 14 Mio. CHF deutet auf Marktanteilsgewinne in den angestammten Zielmärkten hin. Das Wachstum stammte vor allem aus den Märkten Industrie und Luftfahrt. Im Bereich Energieerzeugung wirkte sich die Verunsicherung über den künftigen Energiemix in Europa lähmend auf die Investitionstätigkeit
aus. Die Preise für Standardmaschinen bleiben weiter unter Druck. Regional betrachtet war das Wachstum von den asiatischen und europäischen Märktengetragen, während sich der Auftragseingang aus Amerika auf dem guten Niveau derVorjahresperiode hielt.

Umsatzsteigerung und hoher Auftragsbestand

Der Umsatz nahm im Berichtssemester um 0.3 % auf 183 Mio. CHF zu. Ende Juni 2012 verfügte die Gruppe über einen Auftragsbestand von 260 Mio. CHF, was einem Arbeitsvorrat von rund neun Monaten entspricht. Der noch ungenügenden Auslastung der Werke in Mönchengladbach
und Rorschach wird mit Kurzarbeit, der Entsendung von Personal und der Übernahme von Fertigungsschritten von den gut ausgelasteten Werken Chemnitz, Bielefeld, Genf, Sâles und St. Etienne begegnet.

Höherer Betriebsgewinn

Das Betriebsergebnis EBIT konnte um 26 % auf 11.7 Mio. CHF gesteigert werden. Mit der entsprechenden Marge von 6.4 % (Vorjahresperiode 5.1 %) liegt die Starrag Group im Vergleich zu anderen Schweizer Maschinenbauern im obersten Drittel. Der Reingewinn nahm um 41 % auf 7.6 Mio. CHF bzw. 2.23 CHF je Aktie zu. Der Währungseinfluss aufgrund des gegenüber dem ersten Semester 2011 schwächeren Euros hat das Betriebsergebnis mit 0.7 Mio. CHF und den Reingewinn mit 0.5 Mio. CHF belastet.

Starke Bilanz mit anhaltend solider Nettoliquidität

Die weiterhin hohe Eigenkapitalquote von 52 % unterstreicht die solide Finanzierungder Gruppe. Ende Juni 2012 belief sich die Nettoliquidität dank der weiterhin striktenBewirtschaftung des Nettoumlaufvermögens auf 21.3 Mio. CHF (Ende Juni 2011 10.0Mio. CHF).

Weiterhin Zukunftsinvestitionen auf hohem Niveau

In den ersten sechs Monaten 2012 investierte die Starrag Group 6.2 Mio. CHF in den
Bau der neuen Fertigungsstätte in Bangalore/Indien sowie in Ausrüstungsinvestitionen zur Kostenoptimierung in den europäischen
Werken. Parallel dazu ist die Gruppe daran, in Indien die Entwicklung einer neuen Baureihe kompakter Bearbeitungszentren abzuschliessen, die auf die Anforderungen der aufstrebenden Märkte in der Region zugeschnitten sind. Ausserdem wird man dem Markt im Herbst 2012 zwei neue Maschinen mit neuen Bearbeitungskonzepten für die industrielle Serienfertigung grosser Bauteile vorstellen.

Unverändert grosse Herausforderungen in der Beschaffung

Auf der Beschaffungsseite sieht sich die Starrag Group weiterhin mit Preissteigerungen und Lieferverzögerungen konfrontiert. Der bis Ende 2011 andauernde Boom im Auf tragseingang von Herstellern kleinerer Standardmaschinen konnte von dem nach der Krise ausgetrockneten technischen Komponentenmarkt nur ungenügend bedient werden. Diese Herausforderung veranlasste die Gruppe zu einer externen Analyse mit der Folge einer optimierten Beschaffungsorganisation per Anfang 2012.

Akquisition der Bumotec SA

Die Ende Mai 2012 akquirierte Bumotec SA nimmt vor allem im Bereich Uhren und
Schmuck, aber auch in der Medizinaltechnik für Implantate und chirurgische Instrumente eine solide Marktstellung ein. Diese für die Starrag Group neuen Absatzmärkte sind in den vergangenen Jahren schnell und kontinuierlich gewachsen und stellen damit eine attraktive Ergänzung zu den vier angestammten Zielmärkten Luftfahrt, Energieerzeugung, Transport und Industrie dar.

Integration von Dörries Scharmann weitgehend abgeschlossen

Die wesentlichen Arbeiten aus dem Zusammenschluss
von StarragHeckert und Dörries Scharmann sind abgeschlossen. Die Verkaufsorganisationen in China, den USA, Grossbritannien und Indien haben sich zu schlagkräftigen Teams vereint. Zudem wurde ein globales Instrument für das CRM (Kundenbeziehungsmanagement) evaluiert und im zweiten Quartal 2012 weltweit eingeführt. Im Berichtssemester konnten mit Blick auf die gemeinsame Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen erste Früchte geerntet werden; aufgrund der langen Durchlaufzeiten werden die Resultate aber zum grossen Teil erst ab 2013 ergebniswirksam.

Anhaltend eingeschränkte Visibilität

Die Marktsegmente Maschinenbau und Transport verzeichnen weiterhin eine hohe Auslastung ihrer Fertigungskapazitäten. Das gilt ebenso für den Sektor Luftfahrt, wo die Erhöhung der Lieferkadenz und der Serienanlauf neuer Flugzeugtypen im zivilen Bereich den Trend zu Erneuerungs- und Erweiterungsinvestitionen unterstützen. Im militärischen Aviatikmarkt und in der Energieerzeugung ist dagegen nicht mit einer kurzfristigen Belebung zu rechnen. Für das zweite Halbjahr 2012 geht die Starrag Group insgesamt von einer Umsatz- und Ertragsentwicklung im Rahmen des ersten Semesters aus.

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