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Domäne absoluter Präzision

: Breton S.p.A.


Wenn etwas über Ihren Kopf hinwegfliegt und es sich nicht um eine Fliege handelt, dann kann man sicher sein, dass Alenia-Aermacchi damit zu tun hat. Das Unternehmen aus Venegono Superiore(I) hat in seine Produktionslinie nun eine neue Maschine der Produktpalette Flymill von Breton eingeführt.

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Die Palette von zu bearbeitenden Werkstücken ist sehr breit gefächert und variiert von kleinen Türen, bis hin zu großen Häuten von Flügeln und Flugzeugrümpfen.

Die Palette von zu bearbeitenden Werkstücken ist sehr breit gefächert und...

Aermacchi ist ein Name, der im Bereich der Luftfahrt zählt und der heute Partner zahlreicher Programme ist, die für die Entwicklung von Projekten, sei es im zivilen als auch im militärischen Bereich, bestimmt sind.
Der Erwerb einer Breton Flymill wurde für die Bearbeitung von Blechteilen beschlossen, die somit für das Rahmenfräsen und das Bohren auf fünf Achsen, unter dem Gesichtspunkt der Erhöhung der produktiven Kapazität und der Realisierung einer Grundmodernisierung der Linie, bestimmt war. „Die Bearbeitung, die mit einer neuen Maschine geschieht“, erklärt Herr Ing. Luraschi, Verantwortlicher für die Industrialisierung des Produktes, „ist nicht wesentlich anders als in der Vergangenheit. Wir haben einen immer größeren Bedarf an Bearbeitung unterschiedlicher Materialien und die Fertigung von Einzelteilen wird immer mehr, wobei Flächen mit einer doppelten Biegung eine sehr präzise Maschine benötigen. Diese Palette von Werkstücken ist sehr breit gefächert und variiert von kleinen Türen, bis hin zu großen Häuten von Flügeln und Flugzeugrümpfen, von den Vorderkanten der Motorgondeln bis zu Elementen von Enteisungssystemen. Ferner wollten wir eine Maschine mit großen Ladekapazitäten haben, die intensivere Produktionsrhythmen und eine höhere Flexibilität zulässt, um zwei verschiedene Arbeitsbereiche zu nutzen.“

5-achsige Bearbeitung als Hauptverwendung

„Auch in der Luftfahrtindustrie, der letzten Domäne absoluter Präzision und „Null“-Toleranz, setzen sich die produktiven Notwendigkeiten durch“, fährt Luraschi fort. „Die Teilnahme an zahlreichen Entwicklungs- und Produktionsprogrammen erfordert
immer schnellere Produktionszeiten. Als wir den Angebotswettbewerb gestartet haben, wurde die Anzahl der Konkurrenten auf die Hersteller reduziert, die eine unseren Bedürfnissen nahe liegende Lösung bzgl. der Flexibilität und Produktivität, besonders bei der 5-achsigen Bearbeitung, der Hauptverwendung des Bearbeitungszentrums, unterbreiten konnten.“

Für Breton war der Alenia-Aermacchi als Neukunde im Bereich der Luftfahrt sicherlich ein bedeutender Erfolg, der es dem Hersteller ermöglichte, in diesen schwierigen Sektor einzusteigen. Natürlich gibt es ohne Einsatz keinen Ruhm, daher war die Entwicklungs- und Forschungsphase auf der Suche nach Lösungen, die den Anforderungen des Kunden entsprachen, kein einfacher Weg. „Wir haben in engem Kontakt mit Breton gearbeitet“, erklärt Ing. Luraschi, „und dabei sehr erfolgreich Ideen ausgetauscht. Wir haben einige Anregungen aufgenommen und Probleme erörtert, die zu einem Überdenken einiger Maschinenelemente führten. Das ist es, was man als Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Ergebnis bezeichnet. Nun ist die Maschine hier und es eröffnet sich eine neue Phase der Geschäftsbeziehung, die uns zum besten und produktivsten Ziel der Nutzung dieser Anlage führen soll.“

Den Anforderungen der Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen entsprechen

Flymill ist eine neue Serie der Portal-Bearbeitungszentren mit mobilem Träger, das von Breton geplant und realisiert wurde, um besonders den neuen Anforderungen der Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen im Bereich der Raumfahrtindustrie zu entsprechen. Sie erfährt jedoch auch eine optimale Nutzung im Bereich des Tiefziehens und der äußeren Formgebung für die Bearbeitung von komplexen Einzelteilen mit großen Abmessungen.
Die besonderen Merkmale der Steifigkeit und Dynamik ermöglichen eine maximale Bearbeitungsgeschwindigkeit und Zerspanungsrate. Dank der Geschwindigkeit der Linearachsen, die bis zu 60 m/min erreichen und des Direct-Drive-Kopfes mit einer Rotationsgeschwindigkeit bis zu 100 Upm und einer stetigen Rotation der C-Achse, zeigt Flymill außergewöhnliche
Bearbeitungsfähigkeiten – gerade in der Herstellung von komplexen Profilen, bei der kontinuierlichen 5-achsigen Bearbeitung, mit höchster Genauigkeit und Geschwindigkeit. Der Schwenkkopf mit Direktantrieb ermöglicht die Verwendung von Spindeln bis zu 40 kW Dauerleistung und 28.000 Upm, die der Maschine eine bemerkenswerte Zerspanungsrate verleihen. Dadurch ist es möglich, mit besten Ergebnissen die Bearbeitung von leichten Legierungen und anderen Speziallegierungen anzugehen, die besonders im Bereich der Luftfahrt verwendet werden.

Dank seiner Konfigurationen und der großen verfügbaren Palette, macht Flymill X-Hübe von 2.500 mm bis zu 4.000 mm, Y-Hübe von 2.000 mm bis zu 8.000 mm (noch höher auf Anfrage) sowie Z-Hübe von 1.000 mm bis zu 2.000 mm möglich. Die Maschine gestattet die Bearbeitung von Bauteilen mittlerer und größerer Abmessungen aus Speziallegierungen, Stahl, Aluminium, Harz und Verbundmaterialien. Der komplett geschlossene Aufbau und die auf dem oberen Teil der Maschine liegenden Getriebe, verleihen dem Bediener einen maximalen Sicherheitsgrad und eine maximale Zuverlässigkeit und Präzision während der Bearbeitung. Die Qualität und Präzision der Bearbeitung wird auch durch die Thermosymmetrie der Struktur erzielt – durch die Mitwirkung eines Wärmeausgleichssystems der Schnecken und der Lager der Z-Achse sowie der Antriebe der Achsen, die während des Maschinenbetriebs die Temperatur an die der Strukturen der Maschine angleicht. Dieses Stabilisierungssystem macht die Maschine praktisch unempfindlich gegenüber Verformungen aufgrund von Wärmeausdehnungen der Aufbauten.

Minimaler Flächeneinsatz in der Werkstatt

Eine fortschrittliche Dimensionierung der finite Elemente (FEM), integriert mit einer globalen dynamischen Simulation, erzielte die Steifigkeit der Strukturelemente. Der Portalaufbau mit mobilen Gantry-Trägern von Flymill ermöglicht das Erzielen eines minimalen Flächeneinsatzes in der Werkstatt, bei gleich bleibendem Arbeitsnutzbereich und einer leichten Zugangsmöglichkeit – sowohl während der Beladung/Entladung auch sehr großer Werkstücke als auch
während der Einrichtung und Bearbeitungsüberprüfung der Maschine. Diese Art der Architektur, vereint mit dem großen Bearbeitungsbereich, gestattet das Konfigurieren des Arbeitsbereichs der Maschine entsprechend der optimalen Ausnutzung der Produktionsanforderungen. Es ist tatsächlich möglich, den Einsatz der Maschine an einem einzigen Arbeitsort vorzusehen, wenn es sich um sehr große Details handelt, als auch an zwei konfigurierbaren abwechselnden Arbeitsstellen, um die maximale Produktivität der Investition zu gewährleisten. Der Portalaufbau mit mobilen Gantry-Trägern und die konsolidierten, besonderen Köpfe mit fünf Achsen, ermöglichen das Bearbeiten der fünf Seiten des Werkstücks, bei nur einer Aufspannung, mit maximaler Flexibilität, Dynamik und Einfachheit der Programmierung. Dabei werden die Einrichtzeiten reduziert und gleichzeitig die Präzision und die Endqualität der Bearbeitung erhöht. Die Möglichkeit, einen Arbeitstisch in Bodenhöhe zu haben, ermöglicht zudem ein leichtes Gelangen in das Innere der Maschine mit jeglichem selbstfahrenden Fahrzeug.

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Bericht in folgenden Kategorien:
Bearbeitungszentren allgemein, Simulation, Werkstoffe

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